Dienstag, April 27, 2010

laufen

Fange wieder an zu laufen. Denn: ich gehe auseinander wie ein Hefeteig. Und da Diäten nix nutzen - nehme ich ab mit Sport. Also das ist auch immer das gleiche - diese ganze Zu- und Abnehmerei ist bei mir so wirr und "medien"besetzt. Das ist eines der wenigen Themen, bei denen ich keinen klaren Bezug finde in mir.

Es äußert sich auch darin, dass ich niemals auch nur 3 Monate das gleiche Gewicht habe. Ist ganz lustig, sollte mal so ein-foto-jeden-tag-aus-dem-selben-blickwinkel machen. Aber: Klamotten kaufen ist schon ein bissel doof. Momentan hab ich ungefähr 20 Hosen in 5 verschiedenen Größen.

Dann hadere ich immer mit diesem Diätwahn. Ich will nicht so sein. So eine Frauenzeitschriften-Tussi auf Dauer-Diät. Kontrollwahn über den Körper.

Ich hab aber so ein Wohlfühlgewicht, ich erwisch es aber nur im Vorbeiflug. Ich glaub ich hab meinen Stoffwechsel schon mit 16 so versaut, weil ich da das erste Mal so eine blöde Zeitschriftendiät gemacht habe.

Und jetzt? Ich laufe und schwimme wieder und esse was mir schmeckt. Dann mal sehen. Klamotten hab ich ja mittlerweile in mehreren Formaten.

Samstag, April 24, 2010

aufmerksamkeit



Versuchsreihe: wie materialisiere ich, oder wie ziehe ich Ereignisse in mein Leben. Klar ist ja, wir materialisieren ständig so vor uns hin, aber wissen nicht so genau wie es geht. Konkrete Materialisierungen die überraschend schön und kraftvoll waren bekam aus der Beschäftigung mit Themen über längere Zeit und mit großem Interesse. Es klingt so hübsch banal, so aufgeschrieben.



Der klassische Verlauf ist, ich baue mir ein Haus. Das ist alles ganz "normal", der Entschluss, der Plan, das Geld sparen, die Realisierung. Es geht aber genau so mit weniger ergebnisbezogener Kontrolle. Vielleicht sogar besser. Auf alle Fälle sind die Überraschungen ziemlich reizvoll. Ich meine, nachdem ich mich jahrelang mit Matriarchaten beschäftigt hatte, hab ich ganz schön blöd geschaut, als ich auf einmal am anderen Ende der Welt in einem matriarchalischen Dorf stand, mit BewohnerInnen, die mit Geistern und Vulkanen leben. Oder: ich finde mich gerade im modernsten Bürogebäude Münchens wieder, mit Blick auf die Alpen (bei Föhn) und auf der anderen Seite, auf meine geliebte Donnersberger Brücke. Unnötig zu erwähnen, dass ich meinen Job liebe. Meistens.

Sonntag, April 18, 2010

alice und das wunderland

also da war ich schon überrascht - ich warte da schon sooo lange drauf. ein hollywoodfilm, ja sogar ein disney-film mit einer ganz anderen geschichte - die junge frau findet nicht ihren liebsten, sondern besiegt ihre dämonen und macht sich auf zu karriere, macht und fernen ländern. aber hallo.
nun gut - disney und der damit einhergehende kitsch hin oder her - da hatte ich schon immer meine heldinnen. gundel gaukeley, daisy duck und minni maus waren ja alle nicht verheiratet und lebten allein in ihren eigenen häusern. oma duck nicht zu vergessen. landbesitzerin und so.

also alice hat mich so fasziniert, dass meine wortlosigkeit beendet ist.

ereignisse sind durch meinen kopf gestolpert, ich lese die valis-trilogie von philip k. dick, dann seth und die wirklichkeit der psyche um der ausdehnung meines bewusstseins literarisch raum zu geben. dvd - plasma fernseh mäßig habe ich einen "lost" marathon hinter mir - alle 5 staffeln in 4 wochen - die beste serie die ich je gesehen habe. besser als mein geliebtes star trek. ich fass es nicht!

habe meine prioritäten neu gesetzt und gebe mich nun voll und ganz münchen hin. meine ausflüge nach düsseldorf sind beendet und die reale sm-experience vorerst auch mal. das hat mehrere gründe, wobei ich aber festgestellt habe, dass ich mich entscheide von innen her, plötzlich und felsenfest und dann mein bewusstsein versucht, diese entscheidung irgendwie zu erklären und nicht umgekehrt. ist mir jetzt schon ein paar mal aufgefallen. die düsseldorfer verstehen es nicht so ganz, wie sollen sie auch, ich kann es ja selbst nicht erklären. ich mag sie sehr, aber es ist vorbei punkt.

sm ist nach wie vor vorhanden als idee, wiederum irgendwie latent. ist doch auch anders von der phantasie mal in die realität zu gehen und zu sehen wie das ist. brachte neue erkenntnisse. unter anderem die, dass es bei sm sehr schwierig ist, das so nebenbei zu machen, es hat die eigenschaft nur richtig sinn zu machen, wenn es im lebensmittelpunkt steht. und dafür bin ich definitiv an zu vielem anderen interessiert. noch dazu ist meins einfach eine spezielle form, die an sich schwer zu realisieren ist, da sie in sich widersprüchlich ist. unterwerfung ist für mich nur partiell von bedeutung, unterwerfung im sinne von unterwerfung an meine eigenen begierden und dabei sind die unterwerfer meine werkzeuge. topping from the bottom nennt man das in der szene. für mich wären da holodeck programme (holografische, lebensechte selbst programmierte figuren) am sinnvollsten. schon mal weil ich keine anderen menschen auf diese art manipulieren und instrumentalisieren will. also leg ich das mal bis zum 24. jhd. auf eis. bis dahin: kopfkino. können wir ja.

jetzt könnte ich den gleichen absatz nochmal schreiben und statt sm das wort "beziehung" einsetzen. und statt unterwerfung "anpassung".

ne, es bringt mich fast um, das gefühl wenn mir jemand zu eng auf der pelle sitzt. ein für alle mal.