Donnerstag, Mai 27, 2010

leinwand

Zwei Kinohits locken Frauen in Scharen an: Sex an the City und Biss zum.. Okay, Film ist Film, es ist Illusion, es soll Spaß machen. Trotzdem, genauer betrachtet ist alles ein wenig seltsam. Als würde man in einer dunklen Schachtel versuchen mit dem Zeigefinger ein Loch in den Karton zu bohren, um Licht herein zu lassen.



Die Grundübel:
  • das ewige Festhalten der Frauen (und Männer) an der Zweierkiste. Das meiste dreht sich um den "anderen", geliebt zu werden, zu besitzen.
  • der Wahn nach der ewigen Jugend

Was bei Sex in the City wirklich witzig war: der Spruch von Carlotte, als sie sich bewusst wurde, dass ihre Nanny sexuell attraktiv für ihren Mann ist: "Mein erster Gedanke war: ich darf meine Nanny nicht verlieren." Somit eine heilige Kuh geschlachtet: der Mutterwahn. Aber da sind sie in den USA eh weiter als wir, die haben es da nicht so mit den Hausfrauen. Wie auch, wenn frau von Siedlern bzw. Auswanderen abstammt. Das ist alles nicht so häuslich.



Zu Abu Dhabi: ich war selbst dort. Und: es ist unglaublich erotisch. Nicht amerikanisch plakativ, anders, schöner. Was natürlich in der arabischen Welt sonst mit Frauen so angestellt wird, da will ich gar nicht anfangen. Irgendwie steht das einem auch nicht von außen zu, das können nur die Frauen dort beurteilen. So ganz kurz wurde auch in Sex in the City betont, dass es in den USA auch noch nicht so ganz ist, wie es sein sollte.



Und, Menopause, da haben die Frauen noch was zu lernen. So tief in eigene Kraft fallen lassen können, wozu da Hormone und Panik? Ich kann es kaum erwarten...

Donnerstag, Mai 20, 2010

menschen

Hab was unglaublich interessantes im flickr entdeckt: http://www.flickr.com/photos/jasontravis/sets/72157603258446753/

Das sind Fotos von Menschen und darunter der Inhalt ihrer Handtaschen. Finde das so faszinierend, wie Menschen sich ausdrücken. Drum liebe ich es auch, Wohnungen von anderen anzuschauen, ob live oder im Bildband. Garderobe ist auch interessant. Dazu ein Blog, das es auch als Bildband gibt: http://facehunter.blogspot.com/ Das sind keine Models, sondern zufällig auf der Straße begegnete Menschen. Ja, ziemlich jung alle, aber der Autor und Fotograf ist es auch noch...

Auch die ganzen flickr Fotos von jemand x-beliebigem. Ist alles so schön persönlich, vielfältig und zeigt immer Stil und Vorlieben.

Noch was gefunden: Schreibtische von Bloggern. Und nochmal: "My Desk" Gruppe bei flickr. Kann gar nicht mehr aufhören... Und: ich dachte schon, ich wäre Ästhetin. Aber was es da so alles gibt, unglaublich!



Und noch was: Wöchentlicher Kühlschrank.

Dienstag, Mai 18, 2010

buch

Bin gestern im Frauenbuchladen Lillemors gewesen. Nix für eine Büchersüchtige. Jedenfalls trifft das alles da genau meine Interessen, ich gehe öfter hin. War klar.

Sonst macht mich die anhaltende Kälte mürbe brr verdammte Friererei.



Fasziniert bin ich von den Texten von Zsusa. Die Gräberin. Legt verlorenes frei und schaufelt überkommenen Vorstellungen und linearem, angepasstem Denken so manches Grab.

Habe mir einen Reiseführer durch das München der Frauen gekauft. Schriftstellerinnen, Komponistinnen, Schauspielerinnen, Lehrerinnen. Es wimmelt nur so. Komisch ist halt, dass in der Stadtbibliothek im Gasteig nicht eine einzige Frauenbiografie zu finden ist und auch in der großen Tonträger-Sammlung keine Komponistin. Nicht mal was nennenswertes bei "Kunst". Gähn. Wir haben 2010. Ich werde denen mal schreiben. Mal sehen. Oft ist es nicht mal böse Absicht, sie wissen es einfach nicht besser (Best Case, obwohl ein bissi traurig schon).

Jede Frau, die merkt, dass wir eine eigene Geschichte haben, ändert sich sofort.

Ach ja. Dieser Artikel über die nicht existierende Frauenquote bei den Piraten ist auch gut. Obwohl - im Prinzip kann da Frau auch eine Gebetsmühle auf Dauerbetrieb stellen. ...

Montag, Mai 17, 2010

was soll es

Ja schön sein oder nicht schön sein, das ist hier die Frage. Die zentrale. Das lenkt so hübsch ab. Von Gesundheit und Wohlergehen. Ernährung und Bewegung. Ich könnt da in letzter Zeit zur Moralapostelin mutieren. Ehrlich. So rauchende und saufende Mitvierzigerinnen... ok, alles deren Sache. Mir fällt halt auf, dass sie ihr Leben auch nicht leben, nur Ruin, Chaos und verletzte bzw. ungelebte Gefühle. Das ist nicht alles "Glückssache" sondern Entscheidung. Entscheidungen.



Und: Respekt vor dem Komplexen, dem Großen, der Vielfalt, der Unfasslichkeit der Gegenwart und der Wahrheit. Merke mal wieder, wie so oft, Eindimensionalität ist einfach zu wenig. Durch den Blog und die Diskussionen daraus war ich schon versucht zu glauben, das ist Allgemeingut. Nein. Ist es nicht. Zu komplex wohl... Mir wurde wieder klar, dass das nicht Allgemeingut ist, so in der Schule gelernt, sondern irgendwie irgendwo ausgedacht und weitergereicht. Aber: wäre ich eindimensional, würde mir der Schädel platzen.

In der Realität: ich komme unversehens in einen Streit, weil mir eine Freundin ihre Sicht der Dinge, des Dinges, aufdrängen will. Mir sagt, was ich fühle und was ich wann denke. Ähhh... Ist das jetzt ein besonderer Fall? Manchmal kommen mir die Besuche bei dieser Frau vor, als würde ich mit einem Anteil von mir selber hadern, einem ungeliebten, statischen, Opferrolle, usw. usw. Noch muss ich immer mal wieder hingehen.

Donnerstag, Mai 06, 2010

morgens

Morgens les ich als erstes immer Luisas Tagebuch und freue mich, wenn sie etwas schreibt. Also als erstes wenn ich den Rechner hochgefahren habe, natürlich.

Ich laufe immer noch und es gibt mir unglaublich viel Energie für den Tag. Besser als jeder Kaffee.

Zu Figur, dick, dünn, zu- und abnehmen gibt es noch viel zu schreiben. Die Comments waren auch alle sehr interessant. Wir sollten nähen lernen! Genau. Das auf alle Fälle. Größen sind nur Zahlen. Das auch auf alle Fälle.

Ich finde dicke Frauen schön, das mal so, oder - eigentlich nicht alle. Ob dick oder dünn, es hat mit der Ausstrahlung der Frau zu tun, ob sie sie selbst ist und sich wohl fühlt. Es gibt definitiv urzhäßliche dünne Frauen, das häßlich kommt wenn das Dünne gezwungen und unglücklich wirkt.

Habe 3 sehr dünne Freundinnen, die mich toll fanden, als ich vorletztes Jahr auch sehr dünn war. Das finde ich ziemlich interessant. Die hungern aber auch nicht extra, die sind so.

Habe Axolotl Roadkill gelesen und lese grade Feuchtgebiete. Also die ultimativen Besteller von Frauen geschrieben, die derbe, schmutzig, rotzefrech sind. Diese Bücher polarisieren. Wer will das alles schon hören? Das eine handelt von Sucht, Sex und hat einen unglaublichen Klarblick, immerhin ist die Autorin grad mal 16 Jahre alt. Klarblick: Familie ist ein Hort der Gewalt und Liebe zu einem bestimmten Menschen ist nicht real. Leider ist sie auf Selbszerstörungstrip als Antwort auf diese echt schräge Gesellschaft in der wir leben. Mit Feuchtgebiete bin ich noch nicht weit, erst auf Seite 30. Hat auch was von Luisas Die schmutzige Frau, von Sinn her. Wir gepuderten, parfümierten, gezupften, rasierten....