Dienstag, Juli 19, 2011

die geldfrage

Da ich am Wochenende einen Haufen Geld - für Nichts eigentlich - ausgegeben habe, ergab ich mich mal wieder richtig meiner Panik und meinem seltsamen Verhältnis zum Geld. Ich krieg da einfach die Kurve nicht. Um es ein bisschen aufzudröseln habe ich mir das alles mal aufgezeichnet.



Das blöde am Geld ist, dass es so emotionalisiert ist. Es ist alles andere als neutral, es ist ziemlich aufgeladen. Ganz allgemein und persönlich. Und es existiert natürlich auch der politische und gesellschaftliche Diskurs, ich stamme aus einer Arbeiterfamilie, den spare (!) ich mir jetzt - an anderer Stelle gibt es gute Artikel.

Geld gibt Sicherheit. Geld gibt Freiheit. Ich habe eine Freundin, die arbeitet schon seit Jahren nicht mehr, hat kaum Geld aber ein altes Wohnmobil und sie verbringt die Wintermonate immer auf Gomera. Ordne ich für mich persönlich unter "wenn ich mal im Lotto gewinne" ein.

Geld war in meiner Familie immer knapp. Viele Wünsche konnten nicht erfüllt werden. Geld war etwas, dass man sich hart erarbeiten und dass man sparen musste. Bei den Großeltern. Mein Vater rebellierte dagegen und verschuldete sich ganz enorm. Geld hatte also nichts mit Sicherheit und schon gar nichts mit Freiheit zu tun.

Traum für die Klasse der Besitzlosen (gehöre dazu) - Lotto: gestern habe ich in einer Zeitschrift über eine Frau gelesen, deren Eltern 10 Mio im Lotto gewonnen hatten. Sie bekam 800000 € geschenkt. Sie fuhr 2 mal in Urlaub und hatte aber nur Heimweh, kaufte sich ein Haus und machte eine Berufsausbildung. Dagegen sehe ich die Lebensentwürfe von Luisa Francia und Cambra Skade, die nicht im Lotto gewonnen haben - voller Freiheit und Kreativität und völlig im eigenen Rhythmus.



Ich selber glaube, ohne Geld im Hintergrund kann ich das nicht leben. Ich brauche also einen 40-Stunden Job. Der ist ziemlich ok, trotzdem fühle ich mich von Montag bis Freitag wie eine Gefangene. Früher hatte ich Phasen in denen ich nicht arbeiten gegangen bin. Da war ich nicht unbedingt kreativ - hab den Tag so vertrödelt - war manchmal sehr schön manchmal nicht - und hatte halt nie Geld. Es ging auch irgendwie, es gibt viel was man auch ohne und mit wenig Geld machen kann, aber ganz viel auch einfach nicht. Ganz ernsthaft weiß ich nicht was das bessere Leben war/ist und ich frage mich auch - muss es entweder das eine oder das andere sein? Also habe ich nur die Wahl zwischen arm und frei und wohlhabend und gefangen?

Ich drehe mich im Kreis. Gefangen in Glaubensätzen. Was ich aber trotzdem durch meine Zeichnung rausgefunden habe - sobald es mir gelingt die Glaubensätze zu verlassen, bekomme ich nicht auf einmal mehr Geld oder mehr Freiheit, sondern das Thema Geld ist einfach nicht mehr so wichtig, so belastend. Das ist schon mal was.

Kommentare:

Anonym hat gesagt…

Um in unserer Gesellschaft, in der man auf Geld als Zahlungsmittel angewiesen ist, die beiden Eigenschaften "arm" und "frei" zusammenbringen zu können, muss man schon ganz besonders gestrickt sein.
Ich für meinen Teil finde ein kleines finanzielles Polsterchen im Rücken schon ganz angenehm, bin aber von der Lebensweise her eher sparsam, da ich mich Gott sei Dank nicht zu den "Konsumopfern" zähle und einen sparsamen Umgang mit Geld auch als befriedigender empfinde, als sinnloses Verprassen.
Interessant finde ich hierzu zum Bsp. die Schenkerbewegung oder die Lebensweise der Anne Donath. Ist aber halt nicht jedermanns Sache,auch nicht meine, da sehr extrem.
LG
R.

Ingrid Jahn hat gesagt…

interessanter tipp - anne donath - werde ich mir anschauen.
gegen sparen spricht - wenn unser staat pleite geht - was in absehbarer zeit der fall sein wird, ist das geld weg. wenn man hartz iv bekommt - ist das geld - bis auf 6000 € schonvermögen - weg.
da bin ich aber auch am überlegen - also was auf dem konto ist nicht schlecht - aber mein geld als bücher im regal eingetauscht ist für mich wertvoller für "schlechte" zeiten...
ich mache aber lieber was mit meinem geld zb verreisen. die erinnerung kann mir niemand nehmen. hat auch einen wert.

Anonym hat gesagt…

Glaubst Du wirklich, dass unser Staat bald Pleite gehen wird, und wie wird sich das Deiner Meinung nach auf uns auswirken? Woraus ziehst Du Deine Schlüsse? Zusammenführung verschiedener Informationen + Intuition? Du hast schon ein paar Mal auf "the intelligence" verwiesen. Habe da auch mal reingeguckt, weiß aber nicht, was ich davon halten soll. Auf der einen Seite sehr vielseitig und interessant auf der anderen Seite frage ich mich, ob es sich hierbei nicht um eine Art "Verschwörungstheoriepostille" handelt.
LG
R.

Ingrid Jahn hat gesagt…

ja mehrerer quellen aus dem internet und ich habe das buch "das ende des geldes" - geschrieben von zwei österreichischen wirtschaftswissenschaftlern - gelesen. intelligence.de könnte man als "verschwörungspostille" bezeichnen, ja. ich frage mich aber ob wir in den "offiziellen" medien und kanälen die wahrheit finden - sie sind nicht neutral.
dass das finanzsystem zusammenbrechen muss ist auch logisch, es hat mit zins und zinseszins zu tun und damit dass sich alle staaten geld von banken leihen. banken erschaffen das geld durch die doppelte buchführung aus luft. sollseite 1 mio - habenseite 1 mio - sie geben dem staat die million und tragen auf dem gegenkonto die million ein, die der staat wieder zurückzahlt. nach rückzahlung sind beide seiten soll/haben wieder auf null. so erschaffen banken geld aus luft. gewinn = 1 mio + zinsen. das ist eine tatsache, keine verschwörungstheorie. das für geld zinsen gezahlt werden lässt die schulden so anwachsen, dass sie nie mehr bezahlbar sind. im falle eines staatsbankrotts zahlen die bürger. auch tatsache, keine verschwörungstheorie.

Ingrid Jahn hat gesagt…

wie es sich letzendlich auf uns auswirkt - keine ahnung.

Anonym hat gesagt…

Du meinst also, diese ganzen Kredite und Rückzahlungen sind eine rein virtuelle Angelegenheit?

Ingrid Jahn hat gesagt…

das geld dass dir die bank gibt ist aus luft - deine rückzahlung ist "real" bzw. deine sauer verdiente kohle. beim staat - das geld dass sich der staat von der bank leiht ist aus luft - die rückzahlungen sind real aus unserem sauer verdientem geld (steuern)

Ingrid Jahn hat gesagt…

ist natürlich jetzt laienhaft zusammengestöpselt. das buch "das ende des geldes" erklärt das richtig und ausführlich. wirklich lesenswert.

Anonym hat gesagt…

... ähäm ..... "stell dir vor, es gibt bald viele rentner und keiner arbeitet" das wird die armut in deutschland in den nächsten 10 - 20 jahren sein - for sure.

hi hi aber "spaß" und "verschwörungstheorien" beiseite: als hartzi-system-mitlgied inkl. von mir kostenlos finanzierten zukünftigen steuerzahlern (sorry 185 euro subvention pro monat/kopf) könnt ich ein realitätsnahes buch schreiben zum thema armut/geld ... (linktip: "das gespenst der armut"). von luisa und einigen anderen lebenskünstlerInnen inspiriert, habe ich mir dennoch die lust am leben erhalten - obwohl ich eine "arme" bin, die weder über "finanzielle pölsterchen " noch rentchen, noch jöbchen, noch versorgerchen, noch existenz-panik-attäckchen, noch wohnwägelchen auf einsamen inseln ...etc. verfüge.

kostenlose grüße von
c.
mit dem kopf voller ideen, wie frau "ohne geld sein" kann.

Anonym hat gesagt…

das "konzept" von anne donath finde ich ausgesprochen interessant, vor allem gefällt mir, dass sie damit wirklich alle vor den kopf stößt.
und eine ist mir noch eingefallen, die mit geld extrem alternativ umgeht: heidemarie schwermer, die seit vielen jahren ganz ohne geld lebt, alles tauscht und jenes geld, das sie mit ihren schriften "verdient", einfach verschenkt.
im übrigen reagieren menschen auf das verschenken von geld meist erst einmal sehr verstört, wie mir ein bekannter, der das hin und wieder tut, erzählt hat...
greets, cybresse

Ingrid Jahn hat gesagt…

ja genau c. - das ist es was mich verwirrt - ich hatte in meinen sozialhilfephasen (jetzt hartz iv) die fähigkeit mit wenig auch auszukommen. das fühlte sich ganz gut an. ich lies mir auch alles mögliche einfallen. jetzt bezahl ich einfach alles, weil ich ja den ganzen tag in der arbeit bin und keine zeit für diverse wie-komme-ich-mit-wenig-bis-nichts-aus-projekte habe. das ist genau der punkt - deswegen kann ich echt nicht sagen welche von den beiden versionen das bessere leben ist.

Ingrid Jahn hat gesagt…

heidemarie schwermer - wie macht sie das mit miete, heizng und strom?

Anonym hat gesagt…

liebe inge,
ja -genau. lt. familiengericht musste ich mich 40 mal im monat bewerben und bekam - oh wunder - tatsächlich seriöse angebote: office management für 7,50 pro stunde plus überstunden!! - ha ha gleichzeitig wäre ich alle unterstützungen für die kinder losgeworden (hi hi bildungspaket), so dass unter dem "strich" ich ärmer als hartzV gewesen wäre. wenn frau es nicht erlebt, kann sie es nicht glauben. das macht keinen sinn - weil ich ja primär auch meinen job als mami einigermaßen "entspannt" machen will - habe ich das projekt "tollen job mit "erfüllung"" aufs eis gelegt. ok - jetzt bin ich sowie "best-ager" - schwervermittelbar mit anderen arbeitsmarktintegrativen maßnahmen - sind noch etwas skuriler. --- ich musste mir die entscheidung nicht selbt antun. zum glück blieb mir nix anderes übrig und ich schaue wirklich manchmal traurig to the working people und denke "for what?" - ist der job wirklich so toll? ich weiß - wenn keiner mehr arbeitet und steuern zahlt haben wir keine versorgung der schwachen mehr - das geht natürlich auch nicht. aber ich bin dafür, dass die "besitzenden", vor allem die leistungslosen bezieher von unglaublicher erbmasse zur kasse gebeten werden. ansonsten plädiere ich für grundeinkommen/rente, arbeit für alle bzw. teilzeit für alle und sowie reduziert leben wie z.b. frau a. donath. ich schätze das wird sowieso von ganz allein so werden weil u.a. ich den wandel ganz langsam in meiner "sozialen blase" (hi hi von dir) beobachte - mit freude.
gruß
c. ;-)

Anonym hat gesagt…

es ist sicherlich machbar mit wenig Geld auszukommen, wenn man sich "reduziert" und sich von dem ganzen Statusdünkel verabschiedet. Aber Status ist eben nicht nur "mein Haus, mein Auto, mein Pferd" oder wie war das?, sondern auch der Wert der Arbeit an sich. Man denke mal an die vielen Leute, deren Selbstwert Einbrüche erlebt, weil sie auf einmal ohne Arbeit da stehen, an den Papi, der morgens mit Aktentäschen aus dem Haus geht, und so tut, als gehe er zur Arbeit, obwohl er die schon lange nicht mehr hat, und die Familie weiß nichts davon. Arbeit und Fleiß haben eben in unserer Gesellschaft einen hohen Stellenwert. Man braucht schon ein starkes Selbstbewußtsein und oder ein heiteres Naturell, um mit seinen Schamgefühlen und den Schamgefühlen der anderen, die einem oft laviert in Form von Ablehnung, Unverständnis und Aggression entgegentreten, umgehen zu können.
LG
R.

Ingrid Jahn hat gesagt…

ja das auch. es ist schon auch ein teil von selbstbestätigung im job was zu leisten. also mal wieder ein problem gelöst zu haben oder so etwas. nachdem mein sohn groß war, fand ich es schon ziemlich öde zuhause. und ich wollte mir dann beweisen, dass ich es schaffe.
gut - geld für status - dazu fällt mir ein, ich gebe eigentlich das meiste geld für bücher aus (also das meiste geld dass ich für "unnützes" zur verfügung habe. oke - es gibt büchereien und fernleihe... den anderen teil für unnützes momentan für wolle. ich stricke gerne. ich habe auch kein auto. meine wohnung kostet halt 850 € - münchen 2 zimmer, ist normal da.

Anonym hat gesagt…

die leistungsgesellschaft macht es jemanden ohne job, family, kinder, eltern, aufgabe, funktion, einkommen, bildung ... etc. nicht einfach, sich zu definieren - besonders wenn o.g. zustände unfreiwillig entstanden sind.

aber unabhängig von der reflektion von außen muss frau sich die selbstgewählte/gewünschte freiheit schon nehmen - unaugefordert und ohne preis kommt sie leider nicht?

praktisch könnte das ein 3/4-job sei, oder ein jahr sabbatical, oder freiberuflich sein, oder arbeiten per pc auf der insel ...?

gruß
c.

Ulrike hat gesagt…

Hallo,

also mit meinen 43 Jahren war ich insgesamt drei Jahre angestellt und ein halbes Jahr Freelancer. Die andere Zeit lebte ich von Arbeitslosengeld und ALG 2.

Immer mehr fange ich an, das zu geniessen. Sonst hatte ich wohl meist ein schlechtes Gewissen, dass andere soviel arbeiten und leiden. Meine Lieblingsbeschäftigungen sind aber nun mal Kunstmachen, Kochen, Schlafen, Wandern, Wolkenangucken, Lesen, Selbsterforschung ...

Unsere Bibliotheken haben wunderbare Bücher, meine Umgebung ist herrlich; was will ich mehr?

Vor einiger Zeit las ich, dass 10% aller Erdmenschen das produzieren können was die ganze Weltbevölkerung braucht. Außerdem werden in Deutschland 50% aller Lebensmittel vernichtet oder weggeworfen, obwohl sie noch gut sind.

Ich bin für das Bedingungslose Grundeinkommen. Und das wird kommen.

Herzliche Grüße,

Ulrike aus Dresden

Anonym hat gesagt…

h. schwermer macht es in etwa so: sie weiß, wann wo ein bett, eine wohnung, ein haus freisteht, z.b. weil die bewohner auf urlaub sind. in dieser zeit passt sie auf das haus auf, mäht den rasen etc. oder: sie sittet die kinder und bekommt dafür kleidung. sie weiß, wann wer seine/ ihre übertragbare netzkarte für die verkehrsbetriebe grad nicht braucht und tauscht auch das gegen eine ihrer fähigkeiten ein.es klingt alles ein wenig umständlich, aber frau schwermer besitzt tatsächlich keine wohnung, und auch sonst nichts.
laut ihren eigenen aussagen lebt es sich so sehr kommunikativ, mehrwertig und nachhaltiger.
nun ja, ihren lebensunterhalt bestreitet sie eben nicht mit "normaler" lohnarbeit, sondern mit tauschen von dingen und fähigkeiten.
greets, cybresse

Anonym hat gesagt…

Liebe Inge, danke für den blogbeitrag. Und danke allen für die Kommentare. Ist ein wichtiges Thema. Arbeiten fremd bestimmt, wo ich mich also als Gefangene fühle,das kann einen krank machen und entwürdigen. Arm sein und beschränkten Zugang zu gesellschaftliche Resourcen bekommen und obendrein durch die öffentlichen Diskurse noch als arbeitsscheu und parasitär diskriminiert werden, das kann krank machen und entwürdigen. Jeder schaut, wo er sich am allerbesten seinen Entwicklungsraum bewahren kann. Ich kenne das beides sehr sehr gut. Ich denke auch, der Staat geht pleite bzw. es wird noch Krisen geben, die hier alles erschüttern. Diese Zinseszinswirtschaft ist eine einzige Augenwischerei. Danke für den Buchtipp. Lassen wir uns nicht arm machen, weder durch Armutszuschreibungen noch durch einen schlecht bezahlten und Kreativität tötenden Job. Was macht Frau Schwermer, wenn sie mal krank ist? ich werde die Frau einfach mal fragen - finde diesen Weg sehr interessant. Weiß aber auch, ich brauche auch meine Höhle. Bin erfüllt, wenn ich ein Stück Erde bepflanzen kann. Meine Nase in den Wind und die Ohren in Stille tauchen kann. Bedingungsloses Grundeinkommen, Teilzeit, Verschiebung der gesellschaftlichen Werte von Leistung und Wachstum zu Balance und Entfaltung, zu Verbundenheit versus Macht und Konkurrenz. ...Apropos, ich bin auch dabei, meine Glaubenssätze zum Thema Geld zu lösen. :-))) Mit herzlichem Gruß, Jana.

Ingrid Jahn hat gesagt…

jana - schöne zusammenfassung - und allen danke für die echt super interessante beiträge.
im george orwell 1984 - das er 1948 geschrieben hatte - ist das auch sehr schön ausgeführt. die meiste produktivität geht für lebensfeidliche und paranoide maßnahmen drauf - rüstung und krieg. man sieht es ja wieder... unsere "panzlerin" in afrika...
wenn wir nur für das arbeiten würden/müssten was wir brauchen + für spielereien die spaß machen - z.b. pc - wäre schluss mit 40 stunden woche...
in dem "das ende des geldes" buch ist übrigens auch ein interessanter entwurf für ein leben ohne das bisherige finanzsystem im letzten kapitel. geht auch in richtig bedingungsloses grundeinkommen + anregungen für die lust an kreativer arbeit und arbeit für das wohl der gemeinschaft.
aber das sind halt ideale... täglich mit dem was ist glücklich sein ist mal projekt nr. 1 bei mir.

lg i.

Anonym hat gesagt…

Ja, jetzt kann ich mich erinnern. Ich habe mal über diese Frau einen Beitrag im Fernsehen gesehen. Hatte nur ihren Namen nicht parat. Ich weiß nur, dass ich das ganz witzig fand; aber ist halt nicht jedermanns Sache, wobei man sich überlegen müsste, ob man dieses System nicht auf irgendeine Art und Weise flächendeckend ausweiten könnte; vielleicht ähnlich der ursprünglichen Idee der Anarchie.
Auf jeden Fall lebt es sich so in gewisser Hinsicht befreit und unbelastet. Wer nichts hat, kann auch nichts verlieren bzw. der muß keine Angst haben, dass man ihm was klaut.
R.

Ingrid Jahn hat gesagt…

langsam kristalisiert sich die idee heraus berichte über frauen zusammenzustellen, die "anders" leben... um mal vorbilder und anregungen zu haben, und weg zu kommen von dem medienideal der 24/7 karrierefrau mit gucci handtasche - oder dem mediengespenst der "sozial schwachen" (absolut unverschämter ausdruck)
für das beispiel heidemarie schwärmer bin ich zu sehr einsiedlerkrebs - für kommunikative menschen eine wunderbare möglichkeit.

lg i.

Anonym hat gesagt…

Tja, ja. Haste was, dann biste was, haste nix, dann biste nix. Der Spruch hat seine Gültigkeit nicht verloren.
Und wer heute nicht aufs Gymnasium geht und Abitur macht, ist sowiso ein Depp und unten durch. Manchmal denke ich, dieser ganze Bildungshype dient nicht der persönlichen Entwicklung, sondern bedient ausschließlich wirtschaftliche Interessen, um neues "High Potential" heranzuzüchten, wie man im "Neusprech" vielversprechende Nachwuchskräfte in Wirtschaft und Wissenschaft bezeichnet, analog zu den "Alphas" in "schöne neue Welt".

Was meinst Du eigentlich mit 24/7.
Willst Du damit sagen, "ganzer als ganz", oder "besser als gut"?? *kopfkratz*?
LG R.

Anonym hat gesagt…

liebe inge,
deine idee (blog?) ist super.die lebenstips der armuts-gespenster oder sozial-schwach-gespenster werden unter dem "tisch" weitergereicht. es gibt zwar die ALG-Foren, in denen eher pragmatische tips ausgetauscht werden, die aber auch stark "frequentiert" werden von mitarbeitern der jobbörse - ich befürchte ein outing in einigen dingen ist nicht jedefraus sache. aber ein blog "anders leben" (ähnlich wie "anders anziehen") mit anwendbaren beispielen aus der kunst des lebens/überlebens finde ich eine super idee.
gruß
c.
ps: das tolle beispiel von h. schwermer ist nicht anwendbar für frauen mit kindern....das jugendamt hat ein wachsames auge auf jede "der norm abweichende" lebensform. bei frauen, die home-pflege für angehörige machen - ist es auch nicht anwendbar.

Ingrid Jahn hat gesagt…

24/7 = 24 stunden 7 tage die woche - weil viele heute im job ständig erreichbar sind - sein müssen. da würde ich persönlich durchdrehen. meine abteilungsleiterin arbeitet so.

c. - ja genau stimmt - frauen mit kindern müssen da ganz vorsichtig sein. ich hab zuhause noch so 80er jahre bücher - billig leben mit stil oder lebe einfacher und so - da kann ich auch mal ein bisschen suchen.

vorhin hatte ich mir überlegt das model schwermer ist ja teilweise anwendbar, für fahrkarten z.b. konzertabos usw.

365 Tage hat gesagt…

Wie immer ein superinteressantes Thema, liebe Ingrid. Ich bin voll und ganz für ein Grundeinkommen, um die Bestrafung von Arbeitslosigkeit durch die HartzIV-Polizei abzuschaffen. Ausserdem gibt es viele Leute die gern arbeiten, andere, die ohne "Arbeit" sehr viel zum gesellschaftlichen Wohlbefinden beitragen. Ich habe eigentlich mein ganzes Leben nur "utopische" Lebensweisen gelebt - 30 Jahre WGs, home office usw. Immer mit wenigst Geld und super Lebensqualität.

Oona hat gesagt…

Moin Ingrid,
das Geld... ein Thema das bewegt.
Geld macht nicht glücklich (denn dann müßten alle reichen Menschen dieser Erde glücklich sein und auch so aussehen), aber es berühigt ungemein.
Viel Geld geht bei mir für Gesundheit drauf (nicht Beauty!) und Behandlungen. Teure Reisen die mir nicht so viel bringen wie ich es mir erhoffe (und darum habe ich beschlossen größere Reisen bis auf weiteres zu unterlassen.)
Nachdem es mich etwas aus der Bahn geworfen hat, das mich meine Firma loswerden möchte und es sein kann das ich im Sommer 2012 umstruktriert werde (also Billiglohn, viel Arbeit udn Mobbing allererster Sahne) und ich dann wohl gehen muss/will... seit dem schaue ich auf das Geld welches ich so ausgebe und habe dauernd ein schlechtes Gewissen. Manches bekomme ich jetzt neuerdings gespart. Ich übe zu sparen.
Erstaunlich das mir das so schwer fällt. Meine Eltern und meine Schwester sind sehr sparsam. An mir ist das vorüber gegangen.
Nun ja.
Gleichzeitig nehme ich wahr, das in meiner Firma eine Kollegin mit 61 Jahren gestorben ist (die immer ihre Rente im Kopf hatte und zwischen zwei Chemo-Einheiten in die Firma kam) und ein Tag später starb ein Ex-Kollege. 63. Wollte noch soviel sehen. Gleich nach der Rente: Krebs.
Also: wofür spare ich?
Was brauche ich an Geld tatsächlich zum Leben?
Und: ich habe Aufgrund einer Behandlung für 6 Monate meine Arbeitszeit auf 28 Stunden verkürzt und gehe montags nicht zu Arbeit. Das ist eine Wohltat!
Heißt aber auch 300 Euro weniger im Monat und nichts bleibt zum Sparen über.
Aber Lebenszeit ist unbezahlbar!

Grüße
Oona

Ingrid Jahn hat gesagt…

@365 tage - ja deine lebenart hört sich angenehm an. siehe: http://threefivesix.blogspot.com/

@Oona - das sind auch so die dinger die mich vom sparen abhalten. reisen = am anfang, also als ich mir ab 2001 das reisen leisten konnte, war das für mich wahnsinnig super und aufregend und irre interessant. das total aufregende hat ein wenig nachgelassen aber reisen ist immer noch super. mag aber nicht jeder. mache ich statt sparen, aber wenn ich mal weniger geld habe kann ich auch mit der s-bahn und brotzeit dabei wohin fahren und wandern gehen.
eine 4 tage woche würde mir auch gefallen... bis ich 67 kann ich das mit der 40-stunden woche sicher nicht überleben...

Anonym hat gesagt…

S-Bahn und Brotzeit ist super. Praktiziere ich auch gerne.
Oder das Bayern-Ticket. Damit kommt man ganz günstig sogar bis nach Salzburg, wenn man möchte.
LG
R.

Katharina hat gesagt…

Geld ist wichtig, keine Frage. Wer essen, wohnen und gesund leben möchte muss nun einmal dafür arbeiten und sich seinen Lohn verdienen (Lottogewinner und andere Glückspilze natürlich ausgeschlossen, genauso wie Kinder, Rentner und sehr kranke Menschen). Das betrifft den Großteil der Menschen und geht mal leichter und mal schwerer.

Ich persönlich habe mich vor einigen Jahren selbständig gemacht, bin ausgewandert und habe mir so die idealen Bedingungen zum Glücklichsein trotz Geld-Verdienen-Müssens geschaffen. Wie heisst es so schön: jeder ist seines eigenen Glückes Schmied! Eine Veränderung bzw. Neuorientierung kann im Leben wirklich Wunder bewirken.

Ingrid Jahn hat gesagt…

selbstständig machen + auswandern - wow finde ich echt mutig!

Beltane hat gesagt…

Wow - was ein Beitrag, und vor allen Dingen: Welch vielfältige und interessante Kommentare auch!

Als ich den Beitrag las (ich lese seit ca. 3 Jahren Deinen Blog mal mehr oder weniger regelmässig liebe Ingrid) dachte ich: da schreib ich rasch was zu. Jedoch verbieten mir es fast die tollen vielen hintergründigen Kommentare *lach*

So viel nützes hab ich gar nicht beizusteuern. Ich erzähl einfach:

Geld war in meiner Kindheit kein Thema. Wir lebten gut, es fehlte an nichts. Dann ging ich selbst arbeiten, mit 16 eine Ausbildung. Von da an war mein Geld knapp. Mit geld "umgehen" habe ich nie gelernt (meine Mutter übrigens auch nicht, daher wohl)... Ich hatte Schulden von rund 2.500,- MARK als ich mir dann mit 20 eine eigene Wohnung anmietete. Und was soll ich sagen, ich habs selbst geschafft mein Konto wieder "strack" zu bekommen und dann einfach immer etwas gespart. Dann mit meinem Mann zusammengezogen, der hatte wengier als nichts, zeitgleich bekam er einen Arbeitsvertrag und wir lebten sparsam und glücklich. Dann gings immer weiter aufwärts, Zu guter letzt halt das bekannte DINK (double incoming, no kids)für gut 4 Jahre. Dann kam unsere Tochter. Und dann wehte wieder ein anderer Wind. Jetzt ist die Tochter 8, wir sind 2x umgezogen seit dem, der Gatte hat medizinisch notwendigen Zahnersatz von rund 20k bekommen und wir haben eine Eigentumswohnung. Die natürlich über Hypothek, aber wer hat das nicht. Wir zahlen gut ab, und seit den Zähnen, die letztes Jahr bezahlt werden mussten, gehts wieder aufwärts. In den ganzen Jahren seit die Tochter auf der Welt ist habe ich mich ständig bemüht einen Job zu bekommen. Ich habe ne gute Ausbildung und 10 Jahre Berufserfahrung, aber Teilzeit ist nicht flexibel genug.

Aber ich lebe so glücklich ohne Job mit wenig Geld, dem Kind, der Katze, dieses ständige emotionale Auf und Ab bei Bewerbungen und Vorstellungsgesprächen kotzt mich langsam an. Denn wenn ich mich bewerbe laden die mich immer ein, finden mich toll, bla, und dann scheitert es wieder an der Flexibilität.

Jetzt hab ich Tomaten im Garten und freue mich wie ein Kind daß sie langsam erröten, genieße die Zeit, stricke auch supergerne.

Lebenszeit ist so schön, das kann mir keiner wiedergeben.

Hätte ich mehr Geld hätte ich Streß, weniger Kind, weniger Mann, weniger Katze, ständig Zeitruck. So teil ich mir alles ein. Und spare. weil ichs ja mittlerweile kann *zwinker*

Herzliche Grüße,
Beltane

Anonym hat gesagt…

liebe inge,
da du ja in deiner freien zeit viel strickst ... hier ein link, der mir den atem raubte (fadenstille)...
gruß
c.
ps: ich versuche gerade fäustlinge zu stricken - das ist schon eine herausforderung für mich .. :-)

Anonym hat gesagt…

Hallo Ingrid,
das klingt ja alles ganz interessant, was frau/man so an Lebenstrategien ausdenkt bzw. lebt. Was aber machen/denkentun, wenn`s nimmer geht. Soll heißen: älter werden, krank sein, nimmer "funktionieren", auf Hilfe angewiesen sein, pflegebedürftig werden???
liebe grüße aus regensburg
gabi

Anonym hat gesagt…

... ja das habe ich auch schon (s.o.) zweimal "angedacht" - in einer leistungsgesellschaft, in der kostenlose dienstleistungen nichts mehr wert sind, in der es keine kinder mehr gibt, zu viele ältere auf unterstützung angewiesene ...etc...ich denke dabei auch oft an meine verantwortung für andere jetzt und an meine eigene größere bedürftigkeit später....
gruß
c. .... ich geh`dann mal stricken..

Anonym hat gesagt…

@ c. Ja, dann strick mal schön. Der nächste Winter kommt bestimmt. ;)

LG R.

adlerhexe hat gesagt…

hi, ich merke mal wieder das es bei mir anders ist .
ich arbeite nun mehr seit 28 jahren
8 jahre buchhändlerin und 20 jahre in der pflege.
ehrlich gesagt ist anderes für mich schwer vorstellbar, meine mutter hat auch immer gearbeitet.
wobei arbeit für mich nichts mit karriere sondern mit unabhämgigkeit zu tun hat.
egal ob ich wenig oder viel habe,
aber ich muss niemandem
rechenschaft ablegen, schon gar nicht einem amt, absolute horrorvorstellung.
-von den schenkerbewegungen halte ich ehrlich gesagt nicht wirklich
etwas,ich frag mich oft vieviel spielt ausnutzung dabei eine rolle.
dabei sagt man eigentlich das ich freigiebig bin, aber ich möchte frei geben können,wenn ich für
ein bisschen dienstleistung jemand anderen in mein leben lassen muss das mag ich nicht.
kommunikation,leben,lachen ,lieben
sollten nicht indirekt bezahlt
werden müssen.
das die arbeit nicht gerecht verteilt ist und die einen zuviel
und die anderen zu wenig arbeit und ob nur bezahlte arbeit anerkannt wird ist ein anderes thema
lg adlerhexe

Ingrid Jahn hat gesagt…

Hallo Gabi,
erlebe ich jetzt gerade bei meiner Oma - sie musste ins Pflegeheim und wie seltsam das ist weil ihre Sachen und ihre Wohnung noch da sind aber sie kann nichts mehr damit anfangen. Von einem Tag auf den anderen.

wie geht es dir überhaupt so? schreib mir mal!!!

Oona hat gesagt…

Hm... und ich frage mich: Was ist Geld im Grunde? Doch eine Erfindung des Menschen.
Ich kann es gerade nicht so in Worte fassen. Irgendwann hat man angefangen vor langer Zeit einem Stück Metall einen Wert zu geben.
Das Gestell beim Optiker kostet mich 280 Euro. Herstellungswert ist vielleicht 10 Euro. Die USA hat Billarden Schulden? Das ist doch gar nicht zu erfassen.
Tipp an die Amis: Weniger Krieg führen und dafür eine bezahlbare Krankenversicherung für alle?

Etwas Wirr. Sorry.
Was ich mich frage: Was ist Geld?

Lieben Gruß
Oona

Anonym hat gesagt…

.....fuer mich bleibt nach Jahren des Uebens und Aussteigen wollens nur mehr die Frage: wieso schaffen es zB Luisa Francia und Cambra Skade und andere (ich) nicht ???
.....WO ist der Unterschied, WO ist der Hund begraben, WO liegen die Hindernisse ???

.....und damit meine ich nicht nur die Geldgeschichte....

Ingrid Jahn hat gesagt…

darüber habe ich auch schon nachgedacht. von luisa weiß ich, dass sie größtenteils ohne vater aufgewachsen ist, inmitten von frauen. das hat sie wohl sehr gestärkt. in einer klassisch patriarchalen familie aufzuwachsen ist, ja wie soll ich sagen - es belegt eine mit diversen sperren. dann ist sie, wie eine andere freundin so treffend sagt, eine ausnahmeerscheinung. was mir auffällt, sie macht nur was sie wirklich will. dagegen hilft weder geld noch worte. cambra skade kenn ich nicht persönlich aber aus ihrem blog entnehme ich, dass sie ein außergewöhnliche mutter hat (hatte?) und sehr "frei" erzogen wurde, also ihr wurde weder fantasie noch eigener wille abtrainiert, sondern gefördert. aber: sie sind sie und ich bin ich. jede hat ihren eigenen weg. auf der suche nach den hindernissen komme ich nur bedingt weiter, besser ist (für mich jedenfalls) herauszufinden was ich wirklich will, was ich kann, wo meine stärken und interessen liegen, mit was ich mich wohl, glücklich und zufrieden fühle, dann einen plan zu machen und den zu verwirklichen.
dass ich z.b. keine selbstständige oder freischaffende bin liegt an meinem sicherheitsbedürfnis (jeden monat mein festes gehalt am konto). muss ich mir einfach so eingestehen.

lg i.

Anonym hat gesagt…

... ich finde es schon toll, sich überhaupt die frage zu stellen (dürfen, können, sollen ...) "was will ich eigentlich?" - das könnte/ist eine lebensaufgabe für alle ... die umsetzung von wünschen, träumen .. ebenso. ...
vorbilder, inspirationen sind hilfreich für mich ... aber kopieren, nachahmen .... eher nicht.
gruß
;-) c.

Ingrid Jahn hat gesagt…

absolut lebensaufgabe. und: wenn ein ziel verwirklicht ist stellt sich dann die frage "und was jetzt" und es geht weiter mit der suche.

birgit hat gesagt…

geld wurde eingeführt um den tauschhandel zu erleichtern
es ist ein zwischenschritt
ich muss nicht mehr meine waren herumtragen um selbst etwas zu bekommen
dabei kann geld alles sein muss selbst nichts wert sein
und papiergeld wurde eingeführt damit man nicht mehr die säcke voller münzen rumtragen musste
(verkürzt dargestellt ;)))

meine mutter ist hausfrau und muss meinen vater für alles fragen was sie braucht
mir war schon früh klar dass ich das nicht will
also habe ich immer gearbeitet
zwei kinder
der mann mittlerweile erwerbsunfähig
da kann ich nicht die sicherheit meiner rentenerwartung aufgeben
ich sowieso nicht
ich brauche sicherheit zumindest ein bisschen
der kopf weiss sie ist trügerisch
aber der bauch revoltiert wenn sie in frage gestellt wird

allerdings erwarte auch ich den zusammenbruch des geldmarktes
statt zu sparen haben wir alles geld in die wohnung investiert

was ich heute besser kann ist
mich an dem zu freuen was ich habe
aber nicht mehr zu planen wie ich es festhalte vermehre
sondern gewärtig zu sein dass es plötzlich alles weg sein kann
lg birgit

Anonym hat gesagt…

... liebe inge,
.. hi hi ... wenn ich rechts im flickrstream die schöne frau mit dem grünen pulli sehe ist mein erstes ziel für heute schon mal ... "ich will das auch stricken können" ...

ich gehe jetzt mal auf wollsuche....(wenn ich an der stoffabteilung unverführt vorbeikomme)

gruß an die "art-strickerin"
c. :-)

Ingrid Jahn hat gesagt…

kann dir gerne die anleitung kopieren und schicken wenn du willst.

lg i.

Anonym hat gesagt…

oh jaaaa ... danke .... this inspires me .... es wird schwarz,länger, das muster wird easy gemacht, mit wollanteil für winter
.....sorry bin schon in den kreativbrunnen gefallen....
gruß
c.
:-)

Ingrid Jahn hat gesagt…

hihi klingt super!! ich scanne es heute abend ein und hinterleg es dir dann mit einen link hier bei den comments. lg i.

Anonym hat gesagt…

Es ist keine Schande Angestellte zu sein uns sich jeden Monat über sein Gehalt zu freuen. Nicht jeder kann freischaffend oder selbständig sein.
Was den Lebensstil von Lucia Francia u.s.w. anbelangt, das sind Künstlerinnen. Deren Lebensstil ergibt sich aus ihren Begabungen, die sie ja schließlich auch zu Geld machen. Und KünstlerIn zu sein, ist kein Ausbildungsberuf, sondern wird einem in die Wiege gelegt. Da spielt es dann auch keine Rolle, ob Papi da war oder nicht, oder ob Mami zu streng war oder nicht!
LG
R-

Anonym hat gesagt…

Apropos! Mir gefällt Dein Pullover auch sehr gut. Elegant und federleicht! Mein einziger Versuch ging seinerzeit eher in Richtung Brustpanzer. Übrigens, Deine Hose gefällt mir auch seeeehhr gut. Hat die Bündchen, welche Marke??
LG
R.

Ingrid Jahn hat gesagt…

hm - so kann man es auch sehen ;-) ein wichtiger teil des künstlerischen ausdrucks bei beiden ist aber schon die freiheit im handeln und denken - und ich glaube schon dass es möglich ist begabungen im keim zu ersticken oder zu fördern bzw. durch erziehung eine solche unsicherheit in jemandem zu verursachen, dass dieser jemand eine begabung selbst nicht mehr als solche erkennt. allerdings gibt es auch künstlerInnen die ihren weg trotz aller hindernisse gegangen ist. schwierig.
hose ist von h&m - diese marke für die "dicken" - unten ist ein band drin zum zuziehen oder offen lassen und verknoten.

lg i.

Anonym hat gesagt…

Danke für die schnelle Antwort. Werde mich dann vielleicht auch mal aufmachen in den Laden für das "Vollweib". ;)
Ja, ich kann mir sehr gut vorstellen, dass Begabungen durch einen sehr rigiden, restriktiven Erziehungsstil "weggedrückt" werden können, glaube aber nicht, dass sie dauerhaft verleugnet werden können. Ich für meinen Teil bin absolut talentfrei. Da müssten meine Eltern schon ganze Arbeit geleistet haben. ;)
LG
R.

Ingrid Jahn hat gesagt…

das ist die beste hose aller zeiten, ich hab sie mir 2x gekauft...

da wird schon lange diskutiert und philosophiert über begabung/erziehung bzw. anlage/umgebung. leute die gut zeichnen können sagen aber, es sei 5% talent und 95% übung.
ich glaub nicht an "die" begabung und dann geht alles wie von selbst. es gibt bestimmt talentierte menschen die absolut unfähig sind mit ihrem talent geld zu verdienen. es gibt aber sicher ausnahmetalente wie z.b. mozart - obwohl der ist ja auch in eine musikerfamilie hineingeboren worden. was wäre aus seinem talent geworden wäre er als bauernsohn auf die welt gekommen? oder kommt man sowieso schon in die für das jetztige leben "richtige" familie ... da kommt man echt von hundertsten ins tausendeste. ;-)

Anonym hat gesagt…

Also ich überlegte jetzt echt ob ich noch was zum Geld schreiben soll oder nicht....
ich bin die die den Tomaten beim erröten zuschaut oder ihnen witze erzählt daß sies schneller tun.... ;-)

Was so ein Post ins Rollen bringen kann gell..

Ich muß meinen Mann nicht fragen was ich kaufen darf - es ist eher umgekehrt. Ich genieße absolute Freiheit mit dem Geld, er fragt wies ausschaut und was drin ist.

Nicht gerade patriarchal ...

Und da ist sogar noch einen Freund, der mindestens am Wochenende bei uns wohnt, der steuert auch noch etwas zu unserem gemütlichen leben bei. Alles rund.

Liebe Grüße,
die B.

Anonym hat gesagt…

für mich gibt es nur die lebenskunst. sie wird nicht gefördert von außen, ist nicht einer bestimmten klientel vorbehalten, ist nicht verkäuflich, ist unzerstörbar, jederzeit abrufbar, bei jeder permanent vorhanden, ist nicht übertragbar, ist vielschichtig, hat verschiedene ausdrucksformen - ist tlw. von außen nicht wahrnehmbar,ist nicht kopierbar ... etc.
gruß
c. :-)

Constanze hat gesagt…

Da ich mir letzte Woche bei der Zahlung einer sehr hohen Autoreparaturrechnung mal wieder Gedanken um Geld gemacht habe und erst heute wieder in der Arbeit davon erzählte, schreibe ich jetzt doch auch mal wieder was bei dir, liebe Ingrid.
Aaalso: Letzte Woche habe ich mir ein paar Stunden, nachdem ich von meinen Mechanikerjungs die Rechnung bekam, Sorgen wegen Geld gemacht.
Nachdem ein paar Stunden damit vergangen waren, wurde mir wieder klar, wie sinnlos das ist, sich über Geld Sorgen zu machen: Erstens wird es davon nicht mehr, zweitens vermiesen mir die Sorgen unnötig das Leben und drittens weiss ich ja aus der Vergangenheit, dass das Geld am besten im Fluss ist, wenn ich mir eben gar keine Sorgen darum mache. Diese Gedanken haben mir wieder geholfen, die Sorgen los zu lassen. Tatsächlich ist es mein ganzes Leben lang so gewesen, dass ich nie viel Geld im Übermaß hatte, aber immer genug zum Leben, ohne mich übermäßig einzuschränken.
Ich glaube tatsächlich, dass es etwas mit meiner inneren Einstellung zu tun hat. Mit meinem Glauben, dass immer genug zum Leben da ist.

Liebe Grüße dir und ein wunderschönes Wochenende, liebe Ingrid,
Constanze

Ingrid Jahn hat gesagt…

weise worte