Dienstag, Januar 11, 2011

todesstern

Habe am Wochende alle 6 Teile Star Wars gesehen. In Teil 6 - der 3. von den "alten" aus den späten 70ern/frühen 80er Jahren - besucht Darth Vader den halb fertigen Todesstern. Ihr kennt das, dadadada - schwarze Maske - schnaufen. Er wird empfangen vom Leiter des Todessterns. Folgender Dialog spielt sich sinngemäß ab: Darth Vader: "ich sehe dass es hier viel zu langsam geht. sie haben kaum Fortschritte gemacht." Leitung Todesstern: "aber Sir, wir haben einfach zu wenige Männer." Darth Vader: "das können sie dem Imperator dann selbst erklären, wenn er demnächst hierher kommt" Leitung Todesstern: "der Imperator kommt hierher? *schluck* wir werden unsere Anstrengungen verdoppeln Sir".

Dieser Dialog spielt sich doch so oder ähnlich täglich an den meisten Arbeitsplätzen ab. Fazit: wir leben auf dem Todesstern....

Bei YouTube gibt es leider nicht den Orginaldialog - nur eine Fassung in der Darth Vader Kölsch spricht... http://www.youtube.com/watch?v=qUkjl7ZrAgs

Montag, Januar 03, 2011

feiertage und unwohlsein

Immer mehr möchte ich mich entfernen von diesen "Feiertagen" - dieser kollektiven Gleichschaltung. Immer weniger kann ich damit anfangen.

Weihnachten - nun gut. Ich treffe meine Familienangehörigen. Könnte man aber auch mal so zwischendurch ausmachen. Essen: Ente und Gans sind jetzt nicht wirklich so besonders toll. Geschenke: Verschwendung - von uns hat doch jeder eh schon alles und mehr als genug davon. Beispiel: kaufte meiner Mutter und ihrem Mann eine Butterdose aus Porzellan. Um dann festzustellen, dass sie eine Porzellanbutterdosenausstellung eröffnen können. Sie haben so ca. 5 davon. Und der Hauptgrund nicht Weihnachten zu feiern: ich bin keine Christin. Ich finde sogar das Christentum immer gruseliger, je weiter ich davon Abstand habe. Weihnachten - die Geburt des (Licht-)Kindes ist eine uralte Geschichte und hat mit der mytischen Interpretion der Sonnwende zu tun. Wenn dann nehme ich das Orginal - nicht die verstümmelte Nacherzählung.



Daraus wird für mich dann das Fest der Wintersonnwende - weg mit den leeren Bedeutungshülsen - hier geht es eindeutig um das Innen, die Dunkelheit, das Innehalten, das Verborgene, das Ruhen. Schwierig genug. Ich analysierte am Wochenende meine krankhafte Unzufriedenheit und stellte fest, dass ich in einer Zeit, in der alles ruht und innere Prozesse stattfinden, Wachstum, Veränderung und Perfektion möchte. Besser gesagt, darauf geprägt und gehirngewaschen bin.

Angelika Alita schrieb heute morgen in facebook, dass ein Fest wie Sylvester um diese Zeit wie Parkinson ist. Genau. Jetzt ist Ruhe und kein Neubeginn angesagt. Es tut mir nicht gut, so gegen die Zyklen zu arbeiten. Auch wenn es mit dem Kollektiv konform wäre.

Überhaupt - Sylvester. Wo kommt eigentlich der Kalender her? Wie lange gibt es den schon in der uns geläufigen Form? Und warum zählen wir auf der ganzen Welt Christi Geburt? Wir sind nicht alles Christen. Es ist bestimmt notwendig kulturübergreifende Termine zu synchronisieren. Aber Christlich? Das ist doch Diskriminierung anderer Religionen. Und anderseits, warum spielt bei der Zeitzählung die Religion überhaupt eine Rolle?



Für mich zählt die tatsächliche Atmosphäre und Energie - also die Jahreszeit, der Winter. Das bildet sich so was von exakt in der Psyche ab - kann mir jedER, der den Jahreskreis bewusst erlebt, bestätigen.