Mittwoch, November 30, 2011

therapie am wochenende

Letztes Wochenende war ich bei einer Systemaufstellung. Also - mir ging es in der letzten Zeit überhaupt nicht mehr gut und ich hatte keine Lust mehr in diesem Zustand zu verharren, also beschloss ich mir Hilfe zu suchen.



Systemaufstellung kannte ich nicht, nur die klassische Familienaufstellung. Sie geht so: die Person, die aufstellen möchte, stellt die Familie mit Stellvertretern (anderen Personen) dar. Sie benennt die Personen (ihrEn StellvertreterIn, Vater, Mutter, usw.) und positioniert sie im Raum. Die StellvertreterInnen geben Feedback wie sie sich fühlen und die Anordnung wird vom Therapeuten/ von der Therapeutin "richtig" bzw. "gesünder" positioniert.

Anscheindend bin ich da in ein erweitertes und viel spannenderes Konzept geraten. Es wurden immer noch Personen und den/die StellvertreterIn der Person, die eine Lösung braucht, benannt, aber auch Gefühle oder Energien (Lebensangst, Sicherheit... usw.) - je nachdem was sich im Vorgespräch als sinnvoll herauskristalisiert hat. Es werden also Systeme und nicht nur die Familie (die auch ein System ist) abgebildet. Die ausgewählten Personen (Stellvertreter) bewegen sich frei im Raum und suchen ihre Positionen selbst. Steht so ein Bild, werden die Stellvertreter befragt, wie sie sich fühlen und was sie über die anderen Stellvertreter denken bzw. welche Gefühle sie zu/mit ihnen haben. Dann verändern die Therapeuten bestimmte Sachen, Stellvertreter, die sich nicht ansehen wollen sollen das machen, oder es wird eine neue Person/Energie ins Spiel gebracht. Im Laufe der Zeit ergibt sich ein aussagekräftiges Bild. Der energetische Zustand dieses Bildes wird dann in Richtung Heilung gewandelt. Z.B. nehmen Personen wieder vorsichtig Kontakt auf, aktzeptieren Tatsachen, denen sie sich immer verweigert hatten, sehen der Wahrheit ins Gesicht usw. Aber ganz langsam, es geht auch nicht so einfach, der/die StellvertreterIn ist ja in der Energie und muss die Änderung wirklich durchführen können.

Und das wirkt!!! Aber so richtig.



Über diese Methode habe ich auch bei Cambra Skade in ihrem Buch Kunst, Magie, Heilen gelesen. So arbeiten schon seit ewigen Zeiten südamerikanische Schamaninnen, die bringen mit dieser Technik ganze Dörfer wieder ins Gleichgewicht.

Der Therapeut und die Therapeutin sprachen aber nicht über die Methode, verbrämten das nicht ideologisch und ordneten das auch keiner Tradition oder Glaubensrichtung zu. Fand ich auch sehr passend.

Fakt: mir geht es viel viel viel viel besser. Ein richtiger Durchbruch. Und ich bin fasziniert. Und habe wieder einmal gesehen: es funktioniert alles ganz ganz anders als von Medien, Staat oder Kirche vermittelt wird...

Bei Interesse: Homepage Therapeut - Homepage Therapeutin - über die Aufstellungen

Dienstag, November 22, 2011

noch keine nachricht

Bisher hat die Arge Berlin noch nicht auf meinen Brief reagiert. Also weiß ich nicht ob zahlen oder nicht zahlen. Ich glaube eigentlich ehr nicht. Jedenfalls können die nicht einfach so von mir Geld verlangen, das müsste eingeklagt werden.



Andererseits bin ich vollkommen aus allem raus - das heißt ich habe mich gedanklich mit vielem u.a. auch den jungen Feministinnen, der Bankenproblematik usw. auseinandergesetzt. Ich bin zu dem Schluss gekommen, dass alles Illusion ist und wir wahrscheinlich schon immer am selben Punkt gescheitert sind.



Ich beschäftige mich schon seit einiger Zeit mit dem Zeitalter der Romantik (für mich die Zeitspanne zwischen 1700 - 1900) und habe auch auch einige Bücher, die während dieser Zeit geschrieben worden sind gelesen. Das brachte mich zu der Einsicht, dass sich eigentlich alles wiederholt - viele "neue" Gedanken sind längst alte Hüte.

Vor allem die nachfolgenden Generationen fangen philosophisch oft wieder neu an, ohne zu merken, dass es alles schon mal gegeben hat, zumindest sich ein roter Faden mit sich immer wiederholenden Themen durch die Geschichte zieht.

Irgendwie ist es Zeit die Details zu verlassen und eine Meta-Ebene einzunehmen.



Eine Anmerkung noch zur "Finanzkrise" - der Finanzmarkt ist in der heutigen Zeit völlig von der Realität abgekoppelt - also es spiegelt nicht die real existierenden Werte wieder. Wir glauben irgenwie immer noch, wenn der Finanzmarkt zusammenbricht, stehen wir im Chaos. Das muss aber nicht zwingend so sein. Im großen und ganzen geht es eigentlich um Kredite und Zinsen. Beides wurde aus nichts erschaffen und existiert nicht wirklich.